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Geschichts- und Kulturverein |
Die Inspirierten - eine Glaubensgemeinschaft aus HimbachVortrag von Dr. Merk bei Geschichts- und Kulturverein
Limeshain Die Inspirierten, sie nannten sich damals noch
Gebeths-Gemeinde, versammelten sich am 16. November 1714 zu ihrem ersten
Gottesdienst im Hause des ehemaligen Pfarrers Eberhard Ludwig Gruber in
Himbach. Dieser Tag wird von den Gläubigen als der Gründungstag
der "Wahren Inspirations-Gemeinde" betrachtet. Sie waren
Radikalpietisten, die sich um Personen versammelten, "Werkzeuge"
genannt, die im Zustand trancehaft-ekstatischer Entrückung prophetische
"Gottesreden" hielten. Als geglaubtes Wort Gottes wurden diese
"Aussprachen" oder Inspirationsreden Teil ihres Glaubens und der
Bibel gleichgestellt. Zwischen 1820 und 1830 wurden den
Inspirierten zunehmend ihre Privilegien entzogen, so dass die 3-400 Gläubigen
sich in Zufluchtsorte zurückziehen mussten. Dafür mieteten sie 1826
Marienborn, 1828 Herrnhaag, 1832 Kloster Arnsburg und 1834 Kloster
Engelthal an. Schließlich wanderte die Gemeinde unter der Führung
von Christian Metz ab 1843 in die Vereinigten Staaten aus, letztendlich ab
1855 nach Iowa. Sie nannten diese Gründung Amana. Bedingt durch internen Druck und externe Einflüsse führten
sie 1932 die große Wende herbei: Die Gemeinde sprach sich dafür aus, das
Kommunen- durch ein kapitalistisches System und
eine Religionsgemeinschaft zu ersetzen. Amana hat mit ca. 2000 Einwohnern bis auf den
heutigen Tag überlebt und sein deutsches Brauchtum sowie seinen ursprünglichen
Glauben bewahrt. So kommen auch heute noch Gläubige nach Himbach, um den Ursprung ihres Glaubens zu entdecken. In kürze wird zu diesem Vortrag eine ausführliche Broschüre erhältlich sein. Bei Interesse oder für Beiträge senden Sie uns bitte eine
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